Google kennt nun seine Nachbarn

Google war lange Zeit eine der Suchmaschinen mit den schlechtesten Sprachkenntnissen. Zur Flexionerkennung wurden jahrelang Stemmingverfahren angewendet und erst seit ca. 1 1/2 Jahren findet die Wortformerkennung – wie beim Konkurrenten Yahoo! – über N-Gramme statt. Der Laie mag diese Änderungen vielleicht praktisch finden, insbesondere die dadurch möglichen Rechtschreibkorrekturen doch der Heavy-User fühlt sich davon meist gestört, da eine exakte Suche nun nurnoch über den + Operator möglich ist. Doch Google ist vor einigen Tagen einen Schritt weiter gegangen und im Bereich der Texttechnologien mit viel Fahrtwind an der Konkurrenz vorbeigezogen. Die Neue Funktion heißt “Etwas neues” in wird bei Shorttail-Keywords in der linken Sidebar angezeigt.

“Etwas neues”: Nur eine weitere sinnlose Google-Funktion?

Natürlich denkt man immer wenn man sowas sieht, dass es schon jeder kennt. Doch außer diesem Beitrag habe ich auf die schnelle nichts gefunden. Das besondere an der Funktion ist, dass Sie im Gegensatz zu allen bisherigen Algorithmen im Bezug auf Text und Sprache weitaus interessanter ist, insbesondere für SEOs.

"Etwas anderes" für Auto

"Etwas anderes" für Auto

Schaut man sich die Ergebnisse der neuen Funktion an, so erkennt man sehr leicht, dass es sich um eine “Synonymerkennung” anhand von rechten und linken Nachbarn handelt. Um das mal zu verdeutlichen nehme ich jetzt einfach die folgende Phrase:

- “Ich fahre mit dem” + Auto + “zur Arbeit”
- “Ich fahre mit dem” + Motorrad + “zur Arbeit”
- “Ich fahre mit dem” + Fahrrad + “zur Arbeit”

Ähnliches benutzt auch die Uni Leipzig schon seit Jahren um Synonyme zu erkennen. Verständlicherweise ist diese Art der Worterkennung mitunter sehr fehleranfällig und ganz und gar nicht google-like. Ich meinen Augen zeigt sich dadurch vor allem, dass Google nun nicht mehr versucht Dinge ausschließlich algorithmisch zu lösen sondern bereit ist Zeit, Geld und sogar Fleiß in neue Funktionen zu investieren.

"Etwas anderes" für nachrüsten

"Etwas anderes" für nachrüsten

Neben der händischen Bereinigung der Wortvorschläge fand zudem sicher auch eine algorithmische Filterung statt. Es tauchen vermehrt Wörter auf, die sich im selben thematischen Kontext des eingegebenen Wortes befinden und zudem sehr unterschiedliche N-Gramme aufweisen.  So wird bei Firefox bspw. nicht Firefox 4 gefunden oder bei Anwalt nicht Rechtsanwalt. Zweiteres deutet darauf hin, dass das ganze auch bei Wortkompositionen funktioniert.

Doch was was bringt das jetzt konkret? Für den gemeinen Google-Nutzer vermutlich relativ wenig doch für den SEO aus meiner Sicht enorm viel. Es bedeutet nämlich, dass sich anhand der Daten schnell und einfach extrem gute Keywordsets erstellen lassen.

Es ist jetzt nur noch notwendig eine Phrase einmalig zu erzeugen (z.B. günstige BMW Gebrauchtwagen) und anschließend lässt sich mit ein wenig Geschick und ein bisschen Herumgescrape ein gigantisches, konsistentes und nahezu fehlerfreies Keywordset erzeugen.

Update: im der englischsprachigen Google Hilfe findet sich eine Erklärung zu dem Feature, die bestätigt, dass es sich um eine Funktion handelt, die sowohl Textkorpora als auch Suchanfragen zur Worterkennung nutzt.

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Der Erfolg der Sony NEX 3/5

Auf dem Markt der Systemkameras gibt es Bewegung. Und das nicht durch die mFT-Objektive oder durch Sigma oder Leica sondern durch ein sehr consumeraffines “Mini-Produkt”. Doch warum ist die Sony NEX denn überhaupt ein so großer Erfolg bzw. wird Sie ein großer Erfolg werden?

Aus meiner Sicht definitiv ja. Der Grund ist sehr einfach. In den letzten Jahren seit Einführung der digitalen Kameras gab es zwei Entwicklungen. Die der Kompaktkameras und die der DSLRs. Bei den Kompaktkameras sind immer mehr Knöpfe verschwunden und wurden durch mehr oder weniger gute Automatikmodi ersetzt. Kurzweilige Trends wie schlechte Touchpads oder sonstige eigenartige Bedienkonzepte fanden auch zwischendurch Anwendung. Wenn jemand wirklich mal die Blende oder die Belichtungszeit bei einer Kompaktkamera verstellen wollte so musste er entweder umständlich ins Menü oder eines der vordefinierten Modi wie den Landschaftsmodus oder den Porträtmodus verwenden. Dies war, zumindest für mich, nicht sehr zufriedenstellend.

Bei Digitalen Spiegelreflexkameras war der Trend der letzten Jahre möglichst viel elektronisch zu lösen. So wanderten der Fokus und die Blendeneinstellungen aus den Objektivringen in die Elektronik der Kamera. Die Blende wird bei modernen DSLRs über ein Rädchen am Handgriff gesteuert. Dieses Rad kann bei allen Spiegelreflexkameras unterschiedlich belegt werden und ist so sehr flexibel anwendbar.

Sony NEX5 mit einem antiken f/3.5 Leitz Elmar Objektiv

Sony NEX5 mit einem antiken f/3.5 Leitz Elmar Objektiv

Sony NEX5 mit einem Voigtlaender Skopar f/2.5 35mm Objektiv

Sony NEX5 mit Voigtländer Skopar f/2.5 35 Objektiv

Sony NEX5 mit einem Carlz Zeiss Biogon f/2.8 21mm Objektiv

Sony NEX5 mit Carl Zeiss Biogon f/2.8 21mm Objektiv

Sony NEX5 mit Leica Summicron f/2 35mm Objektiv

Sony NEX5 mit Leica Summicron f/2 35mm Objektiv

Die Sony NEX bietet in dieser Hinsicht ein völlig neuartiges und geniales Bedienkonzept. Über 4 Tasten lassen sich schnell bestimmte Modi aktivieren (z.B. ISO, Weißabgleich, etc.), die dann über ein Rädchen sehr schnell verändert werden können. Prinzipiell wie bei einer DSLR. Ansonsten bietet die Kamera nurnoch einen Auslöser

Benutzt man die Sony NEX nun mit älteren Objektiven so können manueller Fokus und Blende bequem am Objektiv eingestellt werden. befindet man sich nun noch in der Belichtungs- und ISO-Automatik lässt sich die Kamera genau wie eine ältere Analog-Kamera bedienen. Bei einer großen DSLR wäre es kaum möglich den Fokus oder die Blende eines kleine Objektivs schnell und einfach einzustellen. Bei der NEX ist dies jedoch ein Kinderspiel. Das kleine Gehäuse macht die Bedienung des Objektivs kinderleicht. Auf dem LCD der Kamera kann man währends des fokussierens ins Bild hereinzoomen und so den Fokuspunkt extrem exakt einstellen. Dies geht meiner Meinung nach zwar etwas langsamer als über einen optischen Sucher, dafür aber umso genauer.

Ich bin relativ sicher, dass die NEX bald von vielen Herstellern geklont wird und sich uralte “Pancake”-Objektive wieder etablieren. Interessant wird es demnach insbesondere für Sammler von kleinen und lichtstarken Objektiven. Diese sind an der Sony NEX extrem gut aufgehoben und können alle ihre Qualitäten entfalten. Einige Online-Shops bieten die Sony NEX 3/5 sehr preiswert durch Rabatte von Gutscheinhit.de. Wer sich also dafür interesseirt, ist auch dort bestens aufgehoben.

Nachteile der Sony NEX 3/5

Ja Nachteile gibt es natürlich auch. Aber aus meiner Sicht weniger an der Kamera als an den Objektiven bzw. dem E-Mount Bajonett. Es gibt aktuell nur 3 Objektive von denen das 16mm Weitwinkel extreme Randunschärfe besitzt und die anderen beiden durchschnittliche Einsteigerobjektive sind. Andere Objektive sind nur über Adapter zu benutzen und der Autofokus ist nur bei Sony-Objektiven benutzbar.

Der zweite große Nachteil ist, dass das Bild ausschließlich über das Objektiv stabilisiert wird. Hat das Objektiv keinen eingebauten Bildstabilisator wird das Foto also schnell verwackelt. Selbst das direkt für die Sony NEX gebaute Weitwinkelobjektiv f/2.8 16mm (SEL16AE) hat keinen eingebauten Bildstabilisator, da es ja anscheinend bei einem Weitwinkelobjektiv nicht sonderlich wichtig wäre. Ich persönlich sehe das zwar anders aber was solls.

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Geschrieben in Sonstiges | 4 Kommentare » SEO News

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