schwere iOS5 Sicherheitslücke

Heute in der Mittagspause: Das iPhone meldet sich aus dem StandBy mit deaktiviertem WiFi und fragt unaufgefordert nach meinem Passwort. Dummerweise ist es mir passiert und ich gebe intuitiv mein Passwort ein und bereue es noch in der gleichen Sekunde.

Wie ich wenig später durch eine ClickAndBuy Email bemerke hat mir iTunes 79,99 € für einen inApp Kauf eines chinesischen Spiels abgebucht. Die Frage, die sich mir nun aufdrängte ist wie…?

  1. Es fand kein aktiver Download des Spiels statt. Da 3G und WiFi deaktiviert waren, wurde das Spiel mehrere Stunden nach dem angeblichen Kauf noch nicht installiert. Ein inApp Kauf ist demnach technisch völlig ausgeschlossen.
  2. Ich habe per “Einschränkungen” in den iOS5-Einstellungen inApp Käufe deaktiviert. Ein inApp Kauf kann demnach nicht von meinem Gerät stattgefunden haben.
  3. Der PC auf dem das iTunes installiert ist, welches mit meinem iPhone verknüpft ist war bis eben ausgeschaltet. Es ist also auszuschließen, dass der Kauf durch einen PC-Virus via iTunes getätigt wurde.
  4. Das iPhone (Firmenhandy) ist natürlich nicht gejailbreaked.

Es drängt sich mir daher der Verdacht auf, dass das iOS5 eine schwerwiegende Sicherheitslücke aufweist. Auf apfelnet.de und iphone-ticker.de befindet sich übrigens ein ähnlicher Beitrag über die verdächtige chinesische App. Dort ist davon die Rede, dass die entsprechende Anwendung mittlerweile seit Tagen im App-Store verfügbar ist und bisher noch nichts unternommen wurde. Ich hoffe mit meinem Beitrag etwas zu bewirken.

Das chinesische Spiel in der AppStore-Topliste

Das chinesische Spiel in der AppStore-Topliste

Der unvollständige Download mehrere Stunden nach der "Installation"

Der unvollständige Download mehrere Stunden nach der "Installation"

Verbotene inApp Käufe in den iOS5-Einstellungen

Verbotene inApp Käufe in den iOS5-Einstellungen

Die Empfehlung von Apple: Ich sollte doch lieber mal mein Passwort resetten. Die “Problem melden”-Funktion in iTunes ist ja leider nur einmalig, ich werde daher bei einem Klick auf die AppleSupport Startseite weitergeleitet. Leider sind meine 90 Tage abgelaufen. Fazit: Grandioser Support!

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Die Mythen rund ums Panda Update

Egal welches Update Google einspielt, jedes mal muss man aufs Neue von Dingen wie hohen Absprungraten oder kurzen Verweildauern lesen. Fakt ist jedoch, dass diese Kennzahlen (genau wie das PI/Visit Verhältnis) zwar als qualitative Signale gehandelt werden, es defacto aber nicht sind. Google selbst versucht mit Dingen wie Google Suggest oder Google Instant eine möglichst kurze Aufenthaltsdauer auf der Webseite zu erzielen. Gleiches gilt für eine Reihe von Webseiten, unter anderem auch allen Webseiten die über ClickOut monetarisieren (idealo.de, billiger.de, guenstiger.de, usw.)

Hier mal ein paar Beispiele:

  • amazon.de ist es wichtig, dass ein User möglichst schnell zum Ziel (Warenkorb) kommt.
  • Wer bei gutefrage.net eine Antwort findet wird die Webseite auch sofort wieder verlassen.

Natürlich ist die Absicht des Users nicht immer eindeutig und so kann es auch bei eCommerceseiten dazu kommen das bei einzelnen Besuchern eine lange Aufenthaltsdauer auch  positiv gewertet werden kann. Gleiches gilt für gutefrage.net. Hier kann eine hohe Absprungrate ebenso gut ein Zeichen dafür sein, dass der Nutzer eben NICHT das gefunden hat, was er eigentlich gesucht hat.

Was ich damit sagen möchte ist, dass keine der beiden Kennzahlen ein qualitatives Rankingsignal sein kann. Wäre es so wären die SERPs unglaublich schlecht. Ich habe Seiten mit 90% Absprungrate gut ranken sehen und Seiten mit 60% Absprungrate mies ranken sehen. Beides existierte vor- und nach dem Panda Update. Für alle anderen qualitativen Signale  gilt dies in gleichem Umfang.

Rückblick: Das MayDay-Update

Blickt man noch einmal zurück so gab es bei Google in letzter Zeit zwei große Updates gegen Seiten mit “schlechtem” Content. Das erste dieser Updates war das MayDay-Update und traf vor allem eCommerce-Seiten. Nach diversen Spekulationen wurde relativ schnell klar, dass hier ebenfalls keines der angeblichen Qualitätssignale ausschlaggebend war, sondern dass eine Eigenart von eCommerceseiten ausschlaggebend für diese Art der Penalty war. Diese Eigenart ist, dass das Verhältnis zwischen Startseitenbacklinks und Deeplinks bei eCommerceseiten weitaus größer ist als bei Contentseiten. Es war quasi ein Update welches sehr gut mit der Bevorteiligung von Trusted Sites in den SERPS harmonierte und entsprechend wieder für Gleichgewicht und Qualität gesorgt hat.

Das Panda Update

Die Idee hinter dem Panda Update war ähnlich wie bei dem Mayday Update. Da in den letzten Jahren große Domains mehr und mehr bevorteilt wurden und kleine Domains entsprechend vom Algorithmus benachteiligt wurden entstanden ganze Geschäftskonzepte, die darauf beruhten günstig Content einzukaufen (oder über UGC generieren zu lassen) und zusätzlich enorm viel Linkpower künstlich aufzubauen. Bekannte Unternehmen sind z.B. ehow.com in den USA oder misterinfo.de in Deutschland. mit dem MayDay-Update konnten diese Seiten nicht angegriffen werden, da die Unterseiten durch die schiere Masse an “echtem” Content immer noch genug Deeplinks organisch generieren konnten. Hätte man hier beim Mayday härter eingegriffen hätte es vermutlich auch “unschuldige” Seiten zu hart getroffen.

Es musste also eine neue Idee her. Und wie die meisten guten Ideen musste Sie natürlich simpel sein. Es ist mittlerweile ja auch unumstritten, dass im Shorttail Brand Searches und Query Refinement als Qualitätssignale einen enormen Einfluss haben. Doch als Domain- bzw. Trustsignale wurden Sie aus meiner Sicht vor dem Panda-Update noch nicht genutzt. Vergleicht man bspw. ehow.com mit nytimes.com oder huffingtonpost.com so ist das Verhältnis zwischen Sichtbarkeitsindex und Brand-Searches enorm.

ehow.com hat im Gegensatz zu bspw. der nytimes.com oder der huffingtonpost.com zehn mal weniger Brand Searches pro Sichtbarkeitpunkt. Suite101.com hatte sogar fast 20 mal weniger Brand Searches pro Sichtbarkeitpunkt. Nach dem Panda-Update liegen diese Werte im Normalbereich bei ca. 500 monatlichen Brand Searches pro Sichtbarkeitspunkt. Mithilfe dieser Herangehensweise lassen sich leider nur Domains mit annähernd gleicher Contentmenge und OnPage-Optimierung vergleichen  aber das Ergebnis ist dennoch sehr eindeutig.

Der Hauptgrund für meine Annahme, dass das Panda Update auf Brandsearches (bzw. exakten Domainsearches) basiert, ist der, dass es ausschließlich große Domains getroffen hat, die sowieso schon einen Vorteil durch Trust und Brand besaßen. In Nischenmärkten (wie z.B. den diversen Keyworddomains) haben sich weder Mayday noch Panda Update auch nur in irgendeiner Form ausgewirkt.

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Google kennt nun seine Nachbarn

Google war lange Zeit eine der Suchmaschinen mit den schlechtesten Sprachkenntnissen. Zur Flexionerkennung wurden jahrelang Stemmingverfahren angewendet und erst seit ca. 1 1/2 Jahren findet die Wortformerkennung – wie beim Konkurrenten Yahoo! – über N-Gramme statt. Der Laie mag diese Änderungen vielleicht praktisch finden, insbesondere die dadurch möglichen Rechtschreibkorrekturen doch der Heavy-User fühlt sich davon meist gestört, da eine exakte Suche nun nurnoch über den + Operator möglich ist. Doch Google ist vor einigen Tagen einen Schritt weiter gegangen und im Bereich der Texttechnologien mit viel Fahrtwind an der Konkurrenz vorbeigezogen. Die Neue Funktion heißt “Etwas neues” in wird bei Shorttail-Keywords in der linken Sidebar angezeigt.

“Etwas neues”: Nur eine weitere sinnlose Google-Funktion?

Natürlich denkt man immer wenn man sowas sieht, dass es schon jeder kennt. Doch außer diesem Beitrag habe ich auf die schnelle nichts gefunden. Das besondere an der Funktion ist, dass Sie im Gegensatz zu allen bisherigen Algorithmen im Bezug auf Text und Sprache weitaus interessanter ist, insbesondere für SEOs.

"Etwas anderes" für Auto

"Etwas anderes" für Auto

Schaut man sich die Ergebnisse der neuen Funktion an, so erkennt man sehr leicht, dass es sich um eine “Synonymerkennung” anhand von rechten und linken Nachbarn handelt. Um das mal zu verdeutlichen nehme ich jetzt einfach die folgende Phrase:

- “Ich fahre mit dem” + Auto + “zur Arbeit”
- “Ich fahre mit dem” + Motorrad + “zur Arbeit”
- “Ich fahre mit dem” + Fahrrad + “zur Arbeit”

Ähnliches benutzt auch die Uni Leipzig schon seit Jahren um Synonyme zu erkennen. Verständlicherweise ist diese Art der Worterkennung mitunter sehr fehleranfällig und ganz und gar nicht google-like. Ich meinen Augen zeigt sich dadurch vor allem, dass Google nun nicht mehr versucht Dinge ausschließlich algorithmisch zu lösen sondern bereit ist Zeit, Geld und sogar Fleiß in neue Funktionen zu investieren.

"Etwas anderes" für nachrüsten

"Etwas anderes" für nachrüsten

Neben der händischen Bereinigung der Wortvorschläge fand zudem sicher auch eine algorithmische Filterung statt. Es tauchen vermehrt Wörter auf, die sich im selben thematischen Kontext des eingegebenen Wortes befinden und zudem sehr unterschiedliche N-Gramme aufweisen.  So wird bei Firefox bspw. nicht Firefox 4 gefunden oder bei Anwalt nicht Rechtsanwalt. Zweiteres deutet darauf hin, dass das ganze auch bei Wortkompositionen funktioniert.

Doch was was bringt das jetzt konkret? Für den gemeinen Google-Nutzer vermutlich relativ wenig doch für den SEO aus meiner Sicht enorm viel. Es bedeutet nämlich, dass sich anhand der Daten schnell und einfach extrem gute Keywordsets erstellen lassen.

Es ist jetzt nur noch notwendig eine Phrase einmalig zu erzeugen (z.B. günstige BMW Gebrauchtwagen) und anschließend lässt sich mit ein wenig Geschick und ein bisschen Herumgescrape ein gigantisches, konsistentes und nahezu fehlerfreies Keywordset erzeugen.

Update: im der englischsprachigen Google Hilfe findet sich eine Erklärung zu dem Feature, die bestätigt, dass es sich um eine Funktion handelt, die sowohl Textkorpora als auch Suchanfragen zur Worterkennung nutzt.

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Der Erfolg der Sony NEX 3/5

Auf dem Markt der Systemkameras gibt es Bewegung. Und das nicht durch die mFT-Objektive oder durch Sigma oder Leica sondern durch ein sehr consumeraffines “Mini-Produkt”. Doch warum ist die Sony NEX denn überhaupt ein so großer Erfolg bzw. wird Sie ein großer Erfolg werden?

Aus meiner Sicht definitiv ja. Der Grund ist sehr einfach. In den letzten Jahren seit Einführung der digitalen Kameras gab es zwei Entwicklungen. Die der Kompaktkameras und die der DSLRs. Bei den Kompaktkameras sind immer mehr Knöpfe verschwunden und wurden durch mehr oder weniger gute Automatikmodi ersetzt. Kurzweilige Trends wie schlechte Touchpads oder sonstige eigenartige Bedienkonzepte fanden auch zwischendurch Anwendung. Wenn jemand wirklich mal die Blende oder die Belichtungszeit bei einer Kompaktkamera verstellen wollte so musste er entweder umständlich ins Menü oder eines der vordefinierten Modi wie den Landschaftsmodus oder den Porträtmodus verwenden. Dies war, zumindest für mich, nicht sehr zufriedenstellend.

Bei Digitalen Spiegelreflexkameras war der Trend der letzten Jahre möglichst viel elektronisch zu lösen. So wanderten der Fokus und die Blendeneinstellungen aus den Objektivringen in die Elektronik der Kamera. Die Blende wird bei modernen DSLRs über ein Rädchen am Handgriff gesteuert. Dieses Rad kann bei allen Spiegelreflexkameras unterschiedlich belegt werden und ist so sehr flexibel anwendbar.

Sony NEX5 mit einem antiken f/3.5 Leitz Elmar Objektiv

Sony NEX5 mit einem antiken f/3.5 Leitz Elmar Objektiv

Sony NEX5 mit einem Voigtlaender Skopar f/2.5 35mm Objektiv

Sony NEX5 mit Voigtländer Skopar f/2.5 35 Objektiv

Sony NEX5 mit einem Carlz Zeiss Biogon f/2.8 21mm Objektiv

Sony NEX5 mit Carl Zeiss Biogon f/2.8 21mm Objektiv

Sony NEX5 mit Leica Summicron f/2 35mm Objektiv

Sony NEX5 mit Leica Summicron f/2 35mm Objektiv

Die Sony NEX bietet in dieser Hinsicht ein völlig neuartiges und geniales Bedienkonzept. Über 4 Tasten lassen sich schnell bestimmte Modi aktivieren (z.B. ISO, Weißabgleich, etc.), die dann über ein Rädchen sehr schnell verändert werden können. Prinzipiell wie bei einer DSLR. Ansonsten bietet die Kamera nurnoch einen Auslöser

Benutzt man die Sony NEX nun mit älteren Objektiven so können manueller Fokus und Blende bequem am Objektiv eingestellt werden. befindet man sich nun noch in der Belichtungs- und ISO-Automatik lässt sich die Kamera genau wie eine ältere Analog-Kamera bedienen. Bei einer großen DSLR wäre es kaum möglich den Fokus oder die Blende eines kleine Objektivs schnell und einfach einzustellen. Bei der NEX ist dies jedoch ein Kinderspiel. Das kleine Gehäuse macht die Bedienung des Objektivs kinderleicht. Auf dem LCD der Kamera kann man währends des fokussierens ins Bild hereinzoomen und so den Fokuspunkt extrem exakt einstellen. Dies geht meiner Meinung nach zwar etwas langsamer als über einen optischen Sucher, dafür aber umso genauer.

Ich bin relativ sicher, dass die NEX bald von vielen Herstellern geklont wird und sich uralte “Pancake”-Objektive wieder etablieren. Interessant wird es demnach insbesondere für Sammler von kleinen und lichtstarken Objektiven. Diese sind an der Sony NEX extrem gut aufgehoben und können alle ihre Qualitäten entfalten. Einige Online-Shops bieten die Sony NEX 3/5 sehr preiswert durch Rabatte von Gutscheinhit.de. Wer sich also dafür interesseirt, ist auch dort bestens aufgehoben.

Nachteile der Sony NEX 3/5

Ja Nachteile gibt es natürlich auch. Aber aus meiner Sicht weniger an der Kamera als an den Objektiven bzw. dem E-Mount Bajonett. Es gibt aktuell nur 3 Objektive von denen das 16mm Weitwinkel extreme Randunschärfe besitzt und die anderen beiden durchschnittliche Einsteigerobjektive sind. Andere Objektive sind nur über Adapter zu benutzen und der Autofokus ist nur bei Sony-Objektiven benutzbar.

Der zweite große Nachteil ist, dass das Bild ausschließlich über das Objektiv stabilisiert wird. Hat das Objektiv keinen eingebauten Bildstabilisator wird das Foto also schnell verwackelt. Selbst das direkt für die Sony NEX gebaute Weitwinkelobjektiv f/2.8 16mm (SEL16AE) hat keinen eingebauten Bildstabilisator, da es ja anscheinend bei einem Weitwinkelobjektiv nicht sonderlich wichtig wäre. Ich persönlich sehe das zwar anders aber was solls.

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