10 Gründe die gegen WordPress bei SEO-Projekten sprechen

Für viele SEOs gibt es beim Projektieren von eigenen – aber auch beim Projektieren von Kundenseiten keine Alternative zu WordPress. Es lässt sich schnell installieren, Query-URLs und Session-IDs gibt es nicht und alle title sind unique. Doch was hat das System aus SEO-Sicht eigentlich noch zu bieten bzw. was nicht?
Hier die 10 Gründe warum WordPress eigentlich kein gutes SEO-CMS ist:
- Archive machen keinen Sinn. Sie halten zwar alte Beiträge am Leben jedoch sind sie für ein thematisches Clustering kontraproduktiv.
- Startseitenlinks zu /beitragsname/#comments übertragen “sinnlose” Keywords im Ankertext. [1]
- Kommentarlinks zu /beitragsname/#comment-1234 übertragen “sinnlose” Keywords im Ankertext.
- 10 Beitraglinks auf der Startseite bei maximal täglichen Aktualisierungsintervallen sind zu hoch. Bei Blogs die täglich 2-3 Artikel veröffentlichen macht dies durchaus Sinn. Wird aber nur alle paar Tage ein Artikel veröffentlicht wäre es besser die Startseite nach anderen Kriterien zu gestalten.
- Die Verteilerseiten (Tags, Archive, Kategorien) enthalten standardmäßig keinen Content und erzeugen damit entweder Duplicate Content Probleme (bei Anzeige der Artikel in voller Länge) oder algorithmische PR n/a Penalties (bei starker Kürzung der Artikel).
- Werden die Verteilerseiten auf noindex,follow gesetzt vergeudet man kostbare Crawlloops. Idealerweise müsste jede dieser Seiten eigenen Content und eigene Rankings aufweisen.
- Wenn sich in ausgewählten Beiträgen die Kommentare anhäufen (ich habe schon Blogs gesehen mit mehr als 5000 “echten” Kommentaren) gibt es keine Möglichkeit die dadurch theoretisch möglichen neuen Keywordräume in vollen Zügen auszuschöpfen, da die Kommentare nicht kategorisiert und gegliedert werden können. (linear statt interaktiv).
- WordPress bietet keine suchmaschinenfreundliche Variante Bildergalerien einzubinden.
- Widgets lassen sich nicht so einstellen, dass sie nur in bestimmten Seitenbereichen wie z.B. nur auf der Startseite oder nur innerhalb eines Beitrags erscheinen. Dies wäre insbesondere für die Blogroll sinnvoll um nicht unnötig Linkjuice zu verschwenden aber auch auf Artikelebene gebe es Einsatzbereiche. Z.B. um Links im Sidebarbereich für eine bessere themenrelevantere Direktverlinkung der Artikel untereinander einzusparen.
- Der Aufbau des title-tags (Beitrag – Kategorie – Blogname) ist aus SEO-Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar. Besser wäre es hier Linktext und title-tag eines Beitrags getrennt voneinander zu erzeugen um eventuelle rechte Nachbarn das Suchbegriffs manuell im Titel unterzubringen.
Quellen:
[1]: http://www.simonerdem.de/seo-test-1-doppelte-ankertexte-2/
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10 Kommentare »

Juli 23rd, 2010 um 10:36
Kennst die Seite -> http://wordpress.org/extend/plugins/ ?
Damit hätten sich alle Punkte wohl erledigt.
Juli 23rd, 2010 um 10:37
Hättest Du die Zeit statt in den Beitrag in etwas Theme-Arbeit und Pluginsuche investiert hättest du mind. 8 der 10 Punkte schon lange behoben
Juli 23rd, 2010 um 10:38
Deine Gründe sind aus meiner Sicht fast alle hinfällig, wenn man WP ordentlich und mit entsprechenden Tools konfiguriert.
Wenn man WP dann auch noch eher als CMS denn als Blog einsetzt, erübrigen sich auch die Einwände unter 6 etc. Und wer Bildergalerien will, solch gleich zu einem ausgewachsenen CMS greifen…
Juli 23rd, 2010 um 10:44
Und was ist Deine Alternative? Die Probleme, die Du bemaengelst, kann man ja recht einfach beheben mit ein paar Plugins und sauberen Templates.
Juli 23rd, 2010 um 11:19
wenn ich zur Behebung von 10 Problemen 8 verschiedene Plugins brauche sollte ich mir aus meiner Sicht Gedanken machen zu migrieren. Ich finde WordPress selbst auch super aber vorallem wegen des einfachen Backends.
je mehr Plugins man benutzt desto mehr Angriffsmöglichkeiten für Hacker eröffnet man. Ganz zu schweigen von den Schwachstellen im Sourcecode der Plugins die z.B. zur Schrottung der Datenbank führen können oder ungewollte Redirects erzeugen.
Alternativen sind z.B. drupal, modx oder typoLight wobei alle drei keine Blogsysteme sind.
Juli 27th, 2010 um 17:39
Den oberen Kommentatoren kann ich zwar zustimmen, aber Simon hat in gewisser hinsicht trotzdem recht: Die Codebasis von WordPress ist ein Schrotthaufen. Man ist gut damit bedient die Probleme selbst zu beheben. Ansonsten setze ich WP ungemein gern für SEO-Projekte ein. Es hat den Vorzug, dass man es auch einem nur mäßig begabten Online-Redakteur zur Content-Pflege übergeben kann. Wenn man dann noch das All-in-one-Seo Pack mit WP-Super-Cache paart und ein paar kleinere eigene improvements vornimmt, hat man ein schlankes und sauschnelles System.
Juli 28th, 2010 um 12:42
@Simon: Modx lässt sich aber bis auf das bisher ungelöste Problem Track- und Pingbacks ziemlich simple zu nem Blog umbauen. Klar, out of the box ist das genausowenig wie bei WordPress, aber m.E. ist modx die bessere Alternative…
August 24th, 2010 um 10:48
[...] Seinen ganzen Beitrag kannst du hier lesen: 10 Gründe die gegen WordPress bei SEO-Projekten sprechen [...]
August 24th, 2010 um 11:42
Ich finde es immer gut, wenn man sich mit den unschönen Seiten der häufig verwendeten Systeme auseinandersetzt. Allerdings habe ich für mich mit WordPress ein super gängiges System gefunden, welches mit wenigen Erweiterungen zu einem Top-System geschliffen werden kann.
In meinen Augen ist muss immer ein wenig nachjustiert werden, egal bei welchem System. Für kleinere CMS Projekte verwende ich alternativ auch ModX
August 24th, 2010 um 18:04
Na ich befürchte hier hat sich jemand WordPress aus Zeitmangel nicht anschauen können oder gar testen können.
Denn wenn ich WP richtig einrichte, stimmt kein einziger angesprochener Punkt mehr…
Ein bisschen mehr Recherche täte ein Gutes…