schwere iOS5 Sicherheitslücke

Heute in der Mittagspause: Das iPhone meldet sich aus dem StandBy mit deaktiviertem WiFi und fragt unaufgefordert nach meinem Passwort. Dummerweise ist es mir passiert und ich gebe intuitiv mein Passwort ein und bereue es noch in der gleichen Sekunde.

Wie ich wenig später durch eine ClickAndBuy Email bemerke hat mir iTunes 79,99 € für einen inApp Kauf eines chinesischen Spiels abgebucht. Die Frage, die sich mir nun aufdrängte ist wie…?

  1. Es fand kein aktiver Download des Spiels statt. Da 3G und WiFi deaktiviert waren, wurde das Spiel mehrere Stunden nach dem angeblichen Kauf noch nicht installiert. Ein inApp Kauf ist demnach technisch völlig ausgeschlossen.
  2. Ich habe per “Einschränkungen” in den iOS5-Einstellungen inApp Käufe deaktiviert. Ein inApp Kauf kann demnach nicht von meinem Gerät stattgefunden haben.
  3. Der PC auf dem das iTunes installiert ist, welches mit meinem iPhone verknüpft ist war bis eben ausgeschaltet. Es ist also auszuschließen, dass der Kauf durch einen PC-Virus via iTunes getätigt wurde.
  4. Das iPhone (Firmenhandy) ist natürlich nicht gejailbreaked.

Es drängt sich mir daher der Verdacht auf, dass das iOS5 eine schwerwiegende Sicherheitslücke aufweist. Auf apfelnet.de und iphone-ticker.de befindet sich übrigens ein ähnlicher Beitrag über die verdächtige chinesische App. Dort ist davon die Rede, dass die entsprechende Anwendung mittlerweile seit Tagen im App-Store verfügbar ist und bisher noch nichts unternommen wurde. Ich hoffe mit meinem Beitrag etwas zu bewirken.

Das chinesische Spiel in der AppStore-Topliste

Das chinesische Spiel in der AppStore-Topliste

Der unvollständige Download mehrere Stunden nach der "Installation"

Der unvollständige Download mehrere Stunden nach der "Installation"

Verbotene inApp Käufe in den iOS5-Einstellungen

Verbotene inApp Käufe in den iOS5-Einstellungen

Die Empfehlung von Apple: Ich sollte doch lieber mal mein Passwort resetten. Die “Problem melden”-Funktion in iTunes ist ja leider nur einmalig, ich werde daher bei einem Klick auf die AppleSupport Startseite weitergeleitet. Leider sind meine 90 Tage abgelaufen. Fazit: Grandioser Support!

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Die Mythen rund ums Panda Update

Egal welches Update Google einspielt, jedes mal muss man aufs Neue von Dingen wie hohen Absprungraten oder kurzen Verweildauern lesen. Fakt ist jedoch, dass diese Kennzahlen (genau wie das PI/Visit Verhältnis) zwar als qualitative Signale gehandelt werden, es defacto aber nicht sind. Google selbst versucht mit Dingen wie Google Suggest oder Google Instant eine möglichst kurze Aufenthaltsdauer auf der Webseite zu erzielen. Gleiches gilt für eine Reihe von Webseiten, unter anderem auch allen Webseiten die über ClickOut monetarisieren (idealo.de, billiger.de, guenstiger.de, usw.)

Hier mal ein paar Beispiele:

  • amazon.de ist es wichtig, dass ein User möglichst schnell zum Ziel (Warenkorb) kommt.
  • Wer bei gutefrage.net eine Antwort findet wird die Webseite auch sofort wieder verlassen.

Natürlich ist die Absicht des Users nicht immer eindeutig und so kann es auch bei eCommerceseiten dazu kommen das bei einzelnen Besuchern eine lange Aufenthaltsdauer auch  positiv gewertet werden kann. Gleiches gilt für gutefrage.net. Hier kann eine hohe Absprungrate ebenso gut ein Zeichen dafür sein, dass der Nutzer eben NICHT das gefunden hat, was er eigentlich gesucht hat.

Was ich damit sagen möchte ist, dass keine der beiden Kennzahlen ein qualitatives Rankingsignal sein kann. Wäre es so wären die SERPs unglaublich schlecht. Ich habe Seiten mit 90% Absprungrate gut ranken sehen und Seiten mit 60% Absprungrate mies ranken sehen. Beides existierte vor- und nach dem Panda Update. Für alle anderen qualitativen Signale  gilt dies in gleichem Umfang.

Rückblick: Das MayDay-Update

Blickt man noch einmal zurück so gab es bei Google in letzter Zeit zwei große Updates gegen Seiten mit “schlechtem” Content. Das erste dieser Updates war das MayDay-Update und traf vor allem eCommerce-Seiten. Nach diversen Spekulationen wurde relativ schnell klar, dass hier ebenfalls keines der angeblichen Qualitätssignale ausschlaggebend war, sondern dass eine Eigenart von eCommerceseiten ausschlaggebend für diese Art der Penalty war. Diese Eigenart ist, dass das Verhältnis zwischen Startseitenbacklinks und Deeplinks bei eCommerceseiten weitaus größer ist als bei Contentseiten. Es war quasi ein Update welches sehr gut mit der Bevorteiligung von Trusted Sites in den SERPS harmonierte und entsprechend wieder für Gleichgewicht und Qualität gesorgt hat.

Das Panda Update

Die Idee hinter dem Panda Update war ähnlich wie bei dem Mayday Update. Da in den letzten Jahren große Domains mehr und mehr bevorteilt wurden und kleine Domains entsprechend vom Algorithmus benachteiligt wurden entstanden ganze Geschäftskonzepte, die darauf beruhten günstig Content einzukaufen (oder über UGC generieren zu lassen) und zusätzlich enorm viel Linkpower künstlich aufzubauen. Bekannte Unternehmen sind z.B. ehow.com in den USA oder misterinfo.de in Deutschland. mit dem MayDay-Update konnten diese Seiten nicht angegriffen werden, da die Unterseiten durch die schiere Masse an “echtem” Content immer noch genug Deeplinks organisch generieren konnten. Hätte man hier beim Mayday härter eingegriffen hätte es vermutlich auch “unschuldige” Seiten zu hart getroffen.

Es musste also eine neue Idee her. Und wie die meisten guten Ideen musste Sie natürlich simpel sein. Es ist mittlerweile ja auch unumstritten, dass im Shorttail Brand Searches und Query Refinement als Qualitätssignale einen enormen Einfluss haben. Doch als Domain- bzw. Trustsignale wurden Sie aus meiner Sicht vor dem Panda-Update noch nicht genutzt. Vergleicht man bspw. ehow.com mit nytimes.com oder huffingtonpost.com so ist das Verhältnis zwischen Sichtbarkeitsindex und Brand-Searches enorm.

ehow.com hat im Gegensatz zu bspw. der nytimes.com oder der huffingtonpost.com zehn mal weniger Brand Searches pro Sichtbarkeitpunkt. Suite101.com hatte sogar fast 20 mal weniger Brand Searches pro Sichtbarkeitpunkt. Nach dem Panda-Update liegen diese Werte im Normalbereich bei ca. 500 monatlichen Brand Searches pro Sichtbarkeitspunkt. Mithilfe dieser Herangehensweise lassen sich leider nur Domains mit annähernd gleicher Contentmenge und OnPage-Optimierung vergleichen  aber das Ergebnis ist dennoch sehr eindeutig.

Der Hauptgrund für meine Annahme, dass das Panda Update auf Brandsearches (bzw. exakten Domainsearches) basiert, ist der, dass es ausschließlich große Domains getroffen hat, die sowieso schon einen Vorteil durch Trust und Brand besaßen. In Nischenmärkten (wie z.B. den diversen Keyworddomains) haben sich weder Mayday noch Panda Update auch nur in irgendeiner Form ausgewirkt.

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Google kennt nun seine Nachbarn

Google war lange Zeit eine der Suchmaschinen mit den schlechtesten Sprachkenntnissen. Zur Flexionerkennung wurden jahrelang Stemmingverfahren angewendet und erst seit ca. 1 1/2 Jahren findet die Wortformerkennung – wie beim Konkurrenten Yahoo! – über N-Gramme statt. Der Laie mag diese Änderungen vielleicht praktisch finden, insbesondere die dadurch möglichen Rechtschreibkorrekturen doch der Heavy-User fühlt sich davon meist gestört, da eine exakte Suche nun nurnoch über den + Operator möglich ist. Doch Google ist vor einigen Tagen einen Schritt weiter gegangen und im Bereich der Texttechnologien mit viel Fahrtwind an der Konkurrenz vorbeigezogen. Die Neue Funktion heißt “Etwas neues” in wird bei Shorttail-Keywords in der linken Sidebar angezeigt.

“Etwas neues”: Nur eine weitere sinnlose Google-Funktion?

Natürlich denkt man immer wenn man sowas sieht, dass es schon jeder kennt. Doch außer diesem Beitrag habe ich auf die schnelle nichts gefunden. Das besondere an der Funktion ist, dass Sie im Gegensatz zu allen bisherigen Algorithmen im Bezug auf Text und Sprache weitaus interessanter ist, insbesondere für SEOs.

"Etwas anderes" für Auto

"Etwas anderes" für Auto

Schaut man sich die Ergebnisse der neuen Funktion an, so erkennt man sehr leicht, dass es sich um eine “Synonymerkennung” anhand von rechten und linken Nachbarn handelt. Um das mal zu verdeutlichen nehme ich jetzt einfach die folgende Phrase:

- “Ich fahre mit dem” + Auto + “zur Arbeit”
- “Ich fahre mit dem” + Motorrad + “zur Arbeit”
- “Ich fahre mit dem” + Fahrrad + “zur Arbeit”

Ähnliches benutzt auch die Uni Leipzig schon seit Jahren um Synonyme zu erkennen. Verständlicherweise ist diese Art der Worterkennung mitunter sehr fehleranfällig und ganz und gar nicht google-like. Ich meinen Augen zeigt sich dadurch vor allem, dass Google nun nicht mehr versucht Dinge ausschließlich algorithmisch zu lösen sondern bereit ist Zeit, Geld und sogar Fleiß in neue Funktionen zu investieren.

"Etwas anderes" für nachrüsten

"Etwas anderes" für nachrüsten

Neben der händischen Bereinigung der Wortvorschläge fand zudem sicher auch eine algorithmische Filterung statt. Es tauchen vermehrt Wörter auf, die sich im selben thematischen Kontext des eingegebenen Wortes befinden und zudem sehr unterschiedliche N-Gramme aufweisen.  So wird bei Firefox bspw. nicht Firefox 4 gefunden oder bei Anwalt nicht Rechtsanwalt. Zweiteres deutet darauf hin, dass das ganze auch bei Wortkompositionen funktioniert.

Doch was was bringt das jetzt konkret? Für den gemeinen Google-Nutzer vermutlich relativ wenig doch für den SEO aus meiner Sicht enorm viel. Es bedeutet nämlich, dass sich anhand der Daten schnell und einfach extrem gute Keywordsets erstellen lassen.

Es ist jetzt nur noch notwendig eine Phrase einmalig zu erzeugen (z.B. günstige BMW Gebrauchtwagen) und anschließend lässt sich mit ein wenig Geschick und ein bisschen Herumgescrape ein gigantisches, konsistentes und nahezu fehlerfreies Keywordset erzeugen.

Update: im der englischsprachigen Google Hilfe findet sich eine Erklärung zu dem Feature, die bestätigt, dass es sich um eine Funktion handelt, die sowohl Textkorpora als auch Suchanfragen zur Worterkennung nutzt.

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Der Erfolg der Sony NEX 3/5

Auf dem Markt der Systemkameras gibt es Bewegung. Und das nicht durch die mFT-Objektive oder durch Sigma oder Leica sondern durch ein sehr consumeraffines “Mini-Produkt”. Doch warum ist die Sony NEX denn überhaupt ein so großer Erfolg bzw. wird Sie ein großer Erfolg werden?

Aus meiner Sicht definitiv ja. Der Grund ist sehr einfach. In den letzten Jahren seit Einführung der digitalen Kameras gab es zwei Entwicklungen. Die der Kompaktkameras und die der DSLRs. Bei den Kompaktkameras sind immer mehr Knöpfe verschwunden und wurden durch mehr oder weniger gute Automatikmodi ersetzt. Kurzweilige Trends wie schlechte Touchpads oder sonstige eigenartige Bedienkonzepte fanden auch zwischendurch Anwendung. Wenn jemand wirklich mal die Blende oder die Belichtungszeit bei einer Kompaktkamera verstellen wollte so musste er entweder umständlich ins Menü oder eines der vordefinierten Modi wie den Landschaftsmodus oder den Porträtmodus verwenden. Dies war, zumindest für mich, nicht sehr zufriedenstellend.

Bei Digitalen Spiegelreflexkameras war der Trend der letzten Jahre möglichst viel elektronisch zu lösen. So wanderten der Fokus und die Blendeneinstellungen aus den Objektivringen in die Elektronik der Kamera. Die Blende wird bei modernen DSLRs über ein Rädchen am Handgriff gesteuert. Dieses Rad kann bei allen Spiegelreflexkameras unterschiedlich belegt werden und ist so sehr flexibel anwendbar.

Sony NEX5 mit einem antiken f/3.5 Leitz Elmar Objektiv

Sony NEX5 mit einem antiken f/3.5 Leitz Elmar Objektiv

Sony NEX5 mit einem Voigtlaender Skopar f/2.5 35mm Objektiv

Sony NEX5 mit Voigtländer Skopar f/2.5 35 Objektiv

Sony NEX5 mit einem Carlz Zeiss Biogon f/2.8 21mm Objektiv

Sony NEX5 mit Carl Zeiss Biogon f/2.8 21mm Objektiv

Sony NEX5 mit Leica Summicron f/2 35mm Objektiv

Sony NEX5 mit Leica Summicron f/2 35mm Objektiv

Die Sony NEX bietet in dieser Hinsicht ein völlig neuartiges und geniales Bedienkonzept. Über 4 Tasten lassen sich schnell bestimmte Modi aktivieren (z.B. ISO, Weißabgleich, etc.), die dann über ein Rädchen sehr schnell verändert werden können. Prinzipiell wie bei einer DSLR. Ansonsten bietet die Kamera nurnoch einen Auslöser

Benutzt man die Sony NEX nun mit älteren Objektiven so können manueller Fokus und Blende bequem am Objektiv eingestellt werden. befindet man sich nun noch in der Belichtungs- und ISO-Automatik lässt sich die Kamera genau wie eine ältere Analog-Kamera bedienen. Bei einer großen DSLR wäre es kaum möglich den Fokus oder die Blende eines kleine Objektivs schnell und einfach einzustellen. Bei der NEX ist dies jedoch ein Kinderspiel. Das kleine Gehäuse macht die Bedienung des Objektivs kinderleicht. Auf dem LCD der Kamera kann man währends des fokussierens ins Bild hereinzoomen und so den Fokuspunkt extrem exakt einstellen. Dies geht meiner Meinung nach zwar etwas langsamer als über einen optischen Sucher, dafür aber umso genauer.

Ich bin relativ sicher, dass die NEX bald von vielen Herstellern geklont wird und sich uralte “Pancake”-Objektive wieder etablieren. Interessant wird es demnach insbesondere für Sammler von kleinen und lichtstarken Objektiven. Diese sind an der Sony NEX extrem gut aufgehoben und können alle ihre Qualitäten entfalten. Einige Online-Shops bieten die Sony NEX 3/5 sehr preiswert durch Rabatte von Gutscheinhit.de. Wer sich also dafür interesseirt, ist auch dort bestens aufgehoben.

Nachteile der Sony NEX 3/5

Ja Nachteile gibt es natürlich auch. Aber aus meiner Sicht weniger an der Kamera als an den Objektiven bzw. dem E-Mount Bajonett. Es gibt aktuell nur 3 Objektive von denen das 16mm Weitwinkel extreme Randunschärfe besitzt und die anderen beiden durchschnittliche Einsteigerobjektive sind. Andere Objektive sind nur über Adapter zu benutzen und der Autofokus ist nur bei Sony-Objektiven benutzbar.

Der zweite große Nachteil ist, dass das Bild ausschließlich über das Objektiv stabilisiert wird. Hat das Objektiv keinen eingebauten Bildstabilisator wird das Foto also schnell verwackelt. Selbst das direkt für die Sony NEX gebaute Weitwinkelobjektiv f/2.8 16mm (SEL16AE) hat keinen eingebauten Bildstabilisator, da es ja anscheinend bei einem Weitwinkelobjektiv nicht sonderlich wichtig wäre. Ich persönlich sehe das zwar anders aber was solls.

Lesen Sie mehr im Kamera Vergleich

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Likes vs. Links und die Verdummung des Webs

Immer wieder lese ich neuerdings, dass die Leute Angst haben, dass der Facebook Share/Like/Whatever-Button die Google Backlinks ablöst bzw. in Zukunft einen großen Einfluss auf das Ranking in Suchmaschinen haben wird. Das Problem an der Sache ist, Googles Ansatz war neu und fest mit der Logik des Webs verknüpft. Der Ansatz von Facebook ist erstens alt und zweitens schon in vielen Versuchsreihen gescheitert.

Konkret geht es um die Fragestellung: kollektive Intelligenz vs. Expertenansatz oder auch Volksentscheid vs. Parlament. Zu Beginn des Webs waren die meisten Webseitenbetreiber ohne kommerzielle Hintergedanken und haben gut und gerne verlinkt. Die Inhalte im Netz waren meist unabhängig und qualitativ auf einem sehr hohen Niveau. Links waren DAS Kriterium zur Beurteilung der Relevanz im Netz.

Heute ist das etwas anders. Das Web ist kommerzialisiert, der durchschnittliche Webseitenbetreiber ist kein Akamediker mehr und Links verlieren nach und nach an Relevanz. Google versucht rund um die Uhr nahezu alles menschenmögliche zu tun um das Problem Spam algorithmisch in den Griff zu bekommen.

Aber sind “Likes” die Lösung? Bei Webseitenbetreibern ist zwar der kommerzielle Hintergedanke größer aber das Niveau meist höher als bei dem durchschnittlichen Facebookuser. Vergleicht man bspw. die Fans des weltweit größten Onlinebuchhändlers amazon (140.750 Fans) mit denen eines deutschen Onlineshops der Undergroundmode aus der tiefsten Provinz Niedersachsens verschickt (75.242 Fans) dann wird die Dimension hier schnell klar.

Meiner Meinung nach sind Links die definitiv härtere Währung aber auch hier ist erkennbar, dass das Niveau im Netz nach und nach abnimmt. Dass Bing nun  Like-Daten nutzt halte ich – außer vielleicht für sehr aktuelle Suchanfragen – für sinnlos. Die Frage ist was Google eigentlich möchte. Die qualitativ hochwertigste Information gezielt bereitstellen oder die Information, die die breite Masse interessiert, wahllos streuen. Wenn es zweiteres ist kann dies möglicherweise langfristig zu einem Konflikt führen, wenn es ersteres ist (und davon gehe ich aus) wird Facebook zum Straßenkiosk und Google zur Fachbücherei.

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SEO-Test #2: noindex,follow vererbt keine Ankertexte

Die meisten haben sich über diese Tatsache vermutlich noch nie Gedanken gemacht. Laut der Definition soll eine Seite, die die Metaangabe noindex,follow besitzt, nicht indexiert werden aber alle Links die sich auf dieser Seite befinden sollen verfolgt werden. Betrachtet man das ganze abstrakt, dann bedeutet dies, dass die Linktexte teil des Inhaltes sind und von der Suchmaschine nicht indexiert werden dürfen. Das war lange meine These und leider hat sie sich bestätigt.

Der Test lief folgendermaßen ab:

  1. Die Seite /seotest/noindex.html wurde mit dem Linktext f43wtgsee543sg verlinkt und enthält die Meta-Angabe noindex,follow
  2. Auf der Seite befindet sich ein einziger Link zu /seotest/juicy.html, ebenfalls mit dem Linktext f43wtgsee543sg
  3. Nach ca. 12 Stunden kam der Googlebot
  4. Nach 2 Tagen war die Seite /seotest/juicy.html im Google-Index und wurde mit dem Linktext f43wtgsee543sg im Google-Index gefunden
  5. Nach 14 Tagen wird die Seite nicht mehr zu dem Keyword f43wtgsee543sg gefunden.

Fazit bzw. These

  • Bei der ersten Indexierung wurde die Seite gecrawlt und die Ankertexte wurden übertragen
  • Die Meta-Angabe noindex griff sofort, die Seite /seotest/noindex.html wurde nie in den Google-Index aufgenommen
  • Die Angabe follow griff ebenfalls sofort übertrug aber nur temporär den Linktext
  • Daraus folgt, dass alle Tag- und Kategorieseiten die die Angabe noindex,follow enthalten keine Ankertexte übertragen und somit für eine thematische Klassifizierung irrelevant sind.

Update: 27.10.2010 : Mehrere voneinander unabhängige Tests haben ergeben, dass noindex,follow-Seiten doch Ankertexte vererben können. Entscheidend ist ob die Seite bereits an anderer Stelle von einer normalen Seite verlinkt wurde. Ist dies der Fall wir der Ankertext übertragen. Ist die Seite jedoch ausschließlich über eine noindex,follow-Seite verlinkt wird kein Ankertext vererbt.

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10 Gründe die gegen WordPress bei SEO-Projekten sprechen

Wordpress und SEO

Für viele SEOs gibt es beim Projektieren von eigenen – aber auch beim Projektieren von Kundenseiten keine Alternative zu WordPress. Es lässt sich schnell installieren, Query-URLs und Session-IDs gibt es nicht und alle title sind unique. Doch was hat das System aus SEO-Sicht eigentlich noch zu bieten bzw. was nicht?

Hier die 10 Gründe warum WordPress eigentlich kein gutes SEO-CMS ist:

  1. Archive machen keinen Sinn. Sie halten zwar alte Beiträge am Leben jedoch sind sie für ein thematisches Clustering kontraproduktiv.
  2. Startseitenlinks zu /beitragsname/#comments übertragen “sinnlose” Keywords im Ankertext. [1]
  3. Kommentarlinks zu /beitragsname/#comment-1234 übertragen “sinnlose” Keywords im Ankertext.
  4. 10 Beitraglinks auf der Startseite bei maximal täglichen Aktualisierungsintervallen sind zu hoch. Bei Blogs die täglich 2-3 Artikel veröffentlichen macht dies durchaus Sinn. Wird aber nur alle paar Tage ein Artikel veröffentlicht wäre es besser die Startseite nach anderen Kriterien zu gestalten.
  5. Die Verteilerseiten (Tags, Archive, Kategorien) enthalten standardmäßig keinen Content und erzeugen damit entweder Duplicate Content Probleme (bei Anzeige der Artikel in voller Länge) oder algorithmische PR n/a Penalties (bei starker Kürzung der Artikel).
  6. Werden die Verteilerseiten  auf noindex,follow gesetzt vergeudet man kostbare Crawlloops. Idealerweise müsste jede dieser Seiten eigenen Content und eigene Rankings aufweisen.
  7. Wenn sich in ausgewählten Beiträgen die Kommentare anhäufen (ich habe schon Blogs gesehen mit mehr als 5000 “echten” Kommentaren) gibt es keine Möglichkeit die dadurch theoretisch möglichen neuen Keywordräume in vollen Zügen auszuschöpfen, da die Kommentare nicht kategorisiert und gegliedert werden können. (linear statt interaktiv).
  8. WordPress bietet keine suchmaschinenfreundliche Variante Bildergalerien einzubinden.
  9. Widgets lassen sich nicht so einstellen, dass sie nur in bestimmten Seitenbereichen wie z.B. nur auf der Startseite oder nur innerhalb eines Beitrags erscheinen. Dies wäre insbesondere für die Blogroll sinnvoll um nicht unnötig Linkjuice zu verschwenden aber auch auf Artikelebene gebe es Einsatzbereiche. Z.B. um Links im Sidebarbereich für eine bessere themenrelevantere Direktverlinkung der Artikel untereinander einzusparen.
  10. Der Aufbau des title-tags (Beitrag – Kategorie – Blogname) ist aus SEO-Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar. Besser wäre es hier Linktext und title-tag eines Beitrags getrennt voneinander zu erzeugen um eventuelle rechte Nachbarn das Suchbegriffs manuell im Titel unterzubringen.

Quellen:

[1]: http://www.simonerdem.de/seo-test-1-doppelte-ankertexte-2/

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Wie man Slots bei GoDaddy Backorder mehrmals benutzt

Neben den bekannten Snapperdienstleistern wie Pool, Snapnames oder Namejet gibt es noch weitere kleinere Anbieter. Einer dieser Anbieter ist nebenbei noch einer der weltweit größten und bekanntesten Hoster.

Bei GoDaddy läuft das ganze jedoch anders. Während man bei Pool & Co erst dann bezahlt, wenn die Domain gesichert wurde zahlt man bei GoDaddy für einen Backorderslot, unabhängig davon ob GoDaddy die Domain sichert oder nicht.

Eine Backorder-Auftrag bei GoDaddy platzieren

Eine Backorder-Auftrag bei GoDaddy platzieren

GoDaddy ist nicht gut geeignet um nach Domains zu stöbern. Weiß man aber hingegen welche Domain man sich sichern möchte, so kann man nach dieser suchen und nach einem Klick auf  den Filter “Backorder” neben der Domain einen Haken setzen und für 19,95 $ einen Backorder-Slot für diese Domain eröffnen. Mein Problem war, dass der Backorder bei GoDaddy nicht erfolgreich war und ich, da es ja ein Slot war, mein Geld nicht zurückerstattet bekommen hatte.

Nach langen Auseinandersetzungen habe ich nun einen Weg gefunden diesen Slot mehrmals zu nutzen.

  1. Klicke dich durch zu View Domain Manager unter My Products
  2. Unter dem Punkt Buy/Sell findet man die aktuellen Backorders
  3. Durch einen weiteren Klick auf die jeweilige Domain lässt sich Diese durch den Button Change Domain Name ändern
  4. Nun ist es möglich den Domainnamen zu ändern. Nach der Bestätigung der AGB von godaddy.com wird ein neuer Backorder-Slot kostenfrei erstellt.

Ich empfehle nicht mehr als 2 offene Slots zu haben, da ein Großteil der Domains von den großen Diensten wie Pool & Co. gesnappt wird und GoDaddy wirklich nur die Reste kriegt. Für viele Domains ist dies schnell genug, für die wirklich begehrten reicht es jedoch nicht.

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SEO-Test #1: doppelte Ankertexte

Die Ausgangslage: Als SEO steht man oft vor dem Problem, dass man relativ schnell eine Unterseite zu einem bestimmten Keyword pushen möchte. Das ganze kann man auch als Blitz-SEO bezeichnen und wir von vielen großen Onlinezeitungen durchgeführt.

Man kann unterschiedlich vorgehen. Die einfachste Variante ist auf jeden Fall die Seite direkt von der Startseite aus mit dem wichtigsten Keyword zu verlinken. Meist werden zusätzlich noch kostenlose Linkquellen, wie Yigg, Webnews oder Twitter genutzt.

Eines der essentiellen Probleme ist, dass wenn man eine Unterseite von der Startseite aus verlinkt, dass diese nur mit einem einzigen Linktext verlinkt werden kann. Die Seite zur Weltmeisterschaft 2010 könnte z.B. mit WM, WM2010, Worldcup 2010 oder Weltmeisterschaft verlinkt werden. Eine Workaround wäre diese Seite mit dem stärksten Keyword von der Startseite und mit den schwächeren Keywords von starken Verteilerseiten zu verlinken. Dies reicht jedoch oft nicht um die Seite mit all den Keywords in die TOP10 zu bringen. Daher hier nun ein Test der zeigt wie man das umgehen kann und einer Seite mehr Keyword-Trust vererben kann als es die Domain normalerweile hergibt.

  1. mehrere Linktexte über 301-Redirect
    Es wird zweimal das gleiche Dokument verlinkt. Einmal normal und einmal über einen zwischengeschalteten 301-Redirect (jeweils unterschiedliche Linktexte).

    <a href="http://www.simonerdem.de/seotest/redirect.html">fdsa94fq34lfla4</a> -
    <a href="http://www.simonerdem.de/seotest/301.php">gfa43qgf0gfaw3l</a>
    
  2. mehrere Linktexte über nicht-existente Anker
    Es wird zweimal das gleiche Dokument verlinkt. Einmal normal und einmal mit Anker (jeweils unterschiedliche Linktexte).

    <a href="http://www.simonerdem.de/seotest/anker.html">afga49agq3l4t2fp9</a> -
    <a href="http://www.simonerdem.de/seotest/anker.html#anker">warfg04ez53qlktgwl</a>
    

Bei bei dem ersten Test war ich noch ziemlich sicher das es klappt aber bei dem zweiten bin ich wirklich erstaunt. Da es sehr einfach einsetzbar ist und der Anker auf der Zielseite nicht existieren muss ist es der einfachere und vorzuziehende Weg bei dieser Art der OnPage-Optimierung. Für alle die es interessiert: mit einem 302-Redirect geht es übrigens auch nur wird dann entsprechend die andere URL im Index gefunden.


Hier die Ergebnisse

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Fotowochenende mit der Pentax K-7

Noch nie war ich so wild darauf etwas zu fotografieren. Als das Paket mit meiner Pentax K-7 an diesem Wochenende ankam habe ich mich nach kurzen Testfotos direkt auf den Weg gemacht.

Erster Stop am Freitag war die ehemalige Haifischbar in Berlin Kreuzberg (Gräfekiez).

Johanniterstraße Ecke Brachvogelstraße

Johanniterstraße Ecke Brachvogelstraße

Ein Briefkasten mitten im Gräfekiez

Ein Briefkasten mitten im Gräfekiez

MaxBerlin auf dem Deck von der Haifischbar

MaxBerlin auf dem Deck von der Haifischbar

Der Ballsaal im Erdgeschoss der Haifischbar

Der Ballsaal im Erdgeschoss der Haifischbar

Die Haifischbar von außen

Die Haifischbar von außen

Nächster Stop war ein Indoordschungel in Potsdam (Biosphäre Potsdam).

Bartgame in einem Terrarium im Eingangsbereich

Bartgame in einem Terrarium im Eingangsbereich

Das Schmetterlingshaus in der Biosphäre Potsdam

Das Schmetterlingshaus in der Biosphäre Potsdam

Seitenansicht eines Schmetterlings

Seitenansicht eines Schmetterlings

Frontalansicht eines hellen Schmetterlings

Frontalansicht eines hellen Schmetterlings

grüner Frosch auf einem Ast

grüner Frosch auf einem Ast

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